Folge der EZB-Geldpolitik

    Starke Nachfrage nach Grundstücken, Wohnungen und Häusern bei der Immobilien-Herbstauktion 2019 in Köln

    Waldflächen, Grundstücke, Wohnungen, Häuser und Gewerbeobjekte – 37 Immobilien aus 5 Bundesländern kamen bei der Herbstauktion von Veranstalter Westdeutsche Grundstücksauktionen AG (WDGA) unter den Hammer. Originellstes Objekt war die ehemalige Kirche in Altena. Nicht wenige Objekte fanden zum Mehrfachen der jeweiligen Mindestgebote neue Eigentümer.
    „Die seit Jahren starke Nachfrage und die Zuschläge deutlich über den Mindestgeboten sind die Folgen der EZB-Zinspolitik und -Geldmarktpolitik“, ist Gabor Kaufhold, WDGA-Vorstand und Auktionator, überzeugt. Wenige Tage vor der Auktion hatten die europäischen Währungshüter den Strafzins, den Banken für Einlagen zahlen müssen, erhöht und den erneuten Ankauf von Anleihen angekündigt. „Für Profis und private Anleger, aber auch für Selbstnutzer, die großen Wert auf Solidität und Sicherheit legen, gibt es zu Immobilien keine ernst zu nehmende Alternative“, erklärt Gabor Kaufhold.
    Das originellste Objekt an diesem Tag wurde kurz vor Ende unter der Katalog-Nummer 36 aufgerufen – die ehemalige Kirche mit Wohnhaus und Nebengebäude in Altena (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfalen). Der neue Eigentümer erhielt den Zuschlag für das knapp 3.000 Quadratmeter große Grundstück sowie für drei Gebäude mit rund 500 Quadratmetern Nutz- und Wohnfläche bei 99.000 Euro.
    Zum Höchstgebot von 450.000 Euro wurde das Wohn- und Geschäftshaus im nordrhein-westfälischen Linnich zugeschlagen. „Für Profis und auch erfahrene private Anleger ein Top-Investment“, erklärt WDGA-Vorstand Gabor Kaufhold. Denn nicht zuletzt aufgrund der erstklassigen Innenstadtlage beträgt die aktuelle Netto-Mietrendite auf Basis des Höchstgebotes mehr als 8 Prozent jährlich. Weit entfern von den Strafzinsen, die künftig vielleicht auch private Sparer für höhere Einlagen zahlen müssen. Vor allem aber ergibt sich nach Steuern und Inflation immer noch ein erkennbar positiver Ertrag.
    Eher für Profis geeignet war und ist das Bürogebäude im hessischen Homberg (Ohm). Für mehr als 2.000 Quadratmeter Gewerbe- und Nutzfläche sowie knapp 2.600 Quadratmeter Grundstück erhielt der neue Eigentümer den Zuschlag bei 540.000 Euro.
    Ebenfalls originell und auch deshalb heiß begehrt war der Hochbunker im Ortsteil Langenbochum der Stadt Herten. Die WDGA versteigerte das Objekt im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Nach einem spannenden und beinahe verbissen geführten Bieterwettkampf erfolgte der Zuschlag bei 135.000 Euro – mehr als doppelt so viel wie das Mindestgebot von 55.000 Euro.
    Ebenfalls mehr als doppelt so hoch wie das Mindestgebot war der Zuschlagspreis für das ehemalige Stellwerk in Krefeld, das die WDGA im Auftrag der Deutschen Bahn AG vermarktete. Zum Höchstgebot von 18.000 Euro wechselte das Objekt den Eigentümer. Das Mindestgebot betrug 7.500 Euro. Zahlreiche Bieter interessierten sich auch für eine Eigentumswohnung im Bonner Stadtteil Plittersdorf. Mit rund 32 Quadratmetern Wohnfläche ideal geeignet für Singles. Der Zuschlag erfolgte bei 65.000 Euro – rund 50 Prozent höher als das Mindestgebot von 44.000 Euro.
    Beim rund 1.340 Quadratmeter großen Grundstück im Essener Ortsteil Werden wurde das Mindestgebot von 37.500 Euro sogar beinahe verdoppelt. Der Hammer des Auktionators fiel zum 3. Mal bei 71.000 Euro. Den Rekord in punkto Differenz zwischen Mindestgebot und Zuschlagspreis erreichte aber an diesem Tag ein unbebautes Grundstück in Hildesheim mit etwas mehr als 1.000 Quadratmetern Fläche. Das Mindestgebot betrug bescheidene 20.000 Euro. Der Zuschlag erfolgte beim Höchstgebot von 103.000 Euro.
    „Immer mehr Sparer setzen auf Immobilien statt auf herkömmliche Angebote bei Banken und Sparkassen, die nominal und erst recht nach Steuern und inflationsbereinigt faktisch ein Verlustgeschäft sind“, sagt Gabor Kaufhold. Kein Wunder also, dass während der WDGA-Herbstauktion „preiswertere“ Objekte stark nachgefragt und teils deutlich über den Mindestgeboten zugeschlagen wurden. Dazu zählten etwa Tiefgaragen-Stellplätze im Bonner Ortsteil Mehlem wie auch Eigentumswohnungen ebenfalls in Bonn und im Ruhrgebiet.
    Die nächste Immobilien-Auktion der WDGA findet statt am Samstag, den 7. Dezember 2019. Veranstaltungsort ist wie gewohnt das Kölner „Hilton Cologne Hotel“ in der Marzellenstraße 13 – 17. Der Katalog für diese Auktion wird bereits Anfang November 2019 in einer Auflage von 62.000 Exemplaren gedruckt und an potenzielle Investoren überall auf der Welt verschickt.

    Die Westdeutsche Grundstücksauktionen AG versteigert hauptsächlich Liegenschaften in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und vereinzelt auch in Bayern. Für die bundesweit flächendeckende Verwertung von Objekten aus Insolvenzmassen sorgt die Einbindung der WDGA in den Firmenverbund der börsennotierten Deutsche Grundstücksauktionen AG. Neben der WDGA gehören dazu die Norddeutsche Grundstücksauktionen AG, die Sächsische Grundstücksauktionen AG, die Plettner & Brecht Immobilien (Auktionen) GmbH sowie die Deutsche Internet Immobilien Auktionen GmbH.

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