Freitag, Dezember 2, 2022
Die häufigsten Fragen über den Presseverteiler und Pressearbeit
Die häufigsten Fragen über den Presseverteiler und Pressearbeit

Definition Presseverteiler

Was ist ein Presseverteiler?

Erfolg durch Nutzung von Presseverteiler

Online-Marketing ist ein Thema, an dem kein im Internet aktives Unternehmen vorbeikommt. Es ergänzt das klassische Marketing. Unter Online-Marketing werden sämtliche Aktivitäten verstanden, die den Bekanntheitsgrad eines Unternehmens sowohl direkt über die Internetpräsenz als auch indirekt über Drittseiten, wie beispielsweise Blogs und Online-Artikel, steigern. Ein Instrument des Marketings ist der Presseverteiler, der sowohl klassische als auch Online-Medien abdeckt und im Vorfeld der Nutzung eine gründliche Vorarbeit und intensive Recherche erfordert, da eine Fülle von Kontaktdaten zunächst gesammelt und anschließend eingepflegt werden müssen. Im Folgenden wird auf Presseverteiler im Allgemeinen eingegangen, wobei der Fokus auf den Online-Presseverteilern liegt, die für das Online-Marketing von besonderem Interesse sind.

Inhaltverzeichnis:

Ein Presse – oder Medienverteiler ist letztendlich nichts anderes als eine Datensammlung. Exakter formuliert versteht man unter einem Presseverteiler eine Sammlung aller für die Verteilung unternehmensrelevanter Informationen wichtigen Zielmedien. Er ist damit Grundlage und unverzichtbares Instrument für jede Pressearbeit. Unter dem Begriff „Zielmedien“ werden sowohl Printmedien als auch Online-Medien zusammengefasst, die bei Verwendung eines leistungs- und reichweitenstarken Presseverteilers gleichermaßen mit Informationen beliefert werden.

Nicht nur die Medien selbst sind Teil des Presseverteilers, sondern darüber hinaus die einzelnen Redaktionen samt der hier tätigen Redakteure und sonstigen Verantwortlichen inklusive ihrer möglichst vollständigen Kontaktdaten sowie der zugehörigen Ressorts. Über je mehr Informationen, Medien und Kontaktpersonen ein Medienverteiler verfügt, desto leistungsstärker ist er. Des Weiteren werden in einem Presseverteiler sämtliche Pressemitteilungen organisiert und gesammelt, die vom Unternehmen beziehungsweise dem Selbstständigen erstellt und verteilt wurden.

Diese Sammlung umfasst sowohl Online-Pressemitteilungen als auch in Magazinen und Fachmagazinen erschienene Informationen und Artikel. Um den Presseverteiler optimal nutzen zu können, sollte er gut organisiert werden, beispielsweise nach der Art des Mediums. Dies können Blogs und Zeitschriften ebenso sein wie Fernseh- und Tageszeitungen sowie Webseiten. Des Weiteren wird thematisch unterschieden, um eine gezielte Pressearbeit realisieren zu können, die sich möglichst ohne nennenswerte Streuverluste an die avisierte Zielgruppe richtet. Dafür ist es notwendig, themenrelevante Kontakte zu sammeln, wie Publikums- und Fachzeitschriften, spezialisierte Blogs und Ratgeber-Seiten im Web.

Im Falle einer umfangreichen und detaillierten Sammlung können Unternehmensinformationen sehr zielgerichtet an die richtigen Redaktionen und geeigneten Medien transportiert werden. Bereits an dieser Stelle zeigt sich, dass der Aufbau eines funktionsfähigen Presseverteilers, mit dem sich die Marketingziele erreichen lassen, eine ausgesprochen intensive Recherche voraussetzt.

Einen Presseverteiler erstellen und aufbauen

Um einen funktionierenden Presseverteiler aufzubauen, ist eine gute Kenntnis der Medienlandschaft unverzichtbar. Sofern diese nicht bereits berufsbedingt vorhanden ist, sollte sie erworben werden, entscheidet sie immerhin weitestgehend über Erfolg und Misserfolg aller sich anschließenden Aktivitäten. Steht der grundlegende Medienschlüssel, so besteht der nächste Schritt im Sammeln von Kontaktdaten und im besten Falle Themenpläne.

Diese informieren über in der Zukunft geplante Schwerpunktthemen und sind sehr nützlich für zeitlich perfekt geplante Marketing-Kampagnen – seien es nun Pressemitteilungen oder auch die Platzierung thematisch passender Werbung. Wer bereits über gute Verbindungen innerhalb der Medienwelt verfügt, kann sich glücklich schätzen, denn er spart viel Zeit und Mühe. Für alle anderen warten nun viel Arbeit und zahlreiche Telefonate sowie weitere Aktivitäten, um den Presseverteiler mit Inhalt zu füllen und auf diese Weise ein funktionierendes Marketing-Instrument zu generieren. Viele Medien verweisen auf Nachfrage an die zentralen Telefonnummern und Email-Anschriften und sagen eine entsprechende Weiterleitung zu.

Hiermit ist dem Unternehmen nicht geholfen, da eine persönliche Anrede bei sämtlichen Aktivitäten – insbesondere im Printbereich – unverzichtbar ist. Als Alternative zur eigenen Recherche haben sich mittlerweile Datenbanken etabliert, die sämtliche benötigten Informationen bereits enthalten. Hier sind allen Anbietern voran Zimpel, der mediATLAS der dpa sowie der Stamm-Verlag zu nennen, die neben den Redaktionskontakten die bereits genannten Themenkataloge enthalten.

Grundsätzlich sollte beim Kauf viel Wert auf Aktualität gelegt werden, da die Branche ausgesprochen schnelllebig ist,. Diese Aktualität fordert auch in der Folge ständige Aufmerksamkeit, da Kontaktpersonen kommen und gehen und der Presseverteiler ohne entsprechende, fortlaufende Pflege sehr schnell an Aktualität verliert, wodurch er innerhalb kurzer Zeit nahezu wertlos wird. Wer mit professionellen Datenbanken arbeitet, kann gegen eine monatliche oder jährliche Gebühr, die neben der eigentlichen Lizenzgebühr anfällt, auf stets aktuelle Datensätze zurückgreifen und somit sehr viel Zeit sparen, die für die eigentliche Pressearbeit verwendet werden kann.

Was macht einen guten Presseverteiler aus?

Eine erfolgreiche Pressearbeit ist ohne einen guten Presseverteiler nicht machbar. Wie bereits dargestellt, wird die Qualität eines Presseverteilers vor allem von zwei Punkten bestimmt: einem umfassendes Redaktionsnetzwerk sowie einer permanenten Pflege, um die in ihm enthaltenen Daten aktuell zu halten. Ein fachlich diversifizierter Presseverteiler ist unerlässlich, wenn sichergestellt werden soll, dass die verbreitete Information überhaupt vom entsprechenden Redakteur gelesen wird. Beispielsweise wird kein Mode-Redakteur eine Meldung über landwirtschaftliche Maschinen lesen, geschweige denn in seinem Medium veröffentlichen. Jeder Redakteur ist darauf bedacht, seine Zielgruppe mit relevanten Informationen zu versorgen, weshalb sich der Versender einer Pressemitteilung stets fragen sollte, ob diese in den Fachbereich seiner Adressaten hineinpasst.

Die Aktualität des Presseverteilers ist ebenso wichtig wie die fachliche Ausrichtung. Können Pressemitteilungen den Redakteur, an den sie gerichtet sind, nicht erreichen, erfolgt in aller Regel keine Veröffentlichung. Kaum ein Medium macht sich die Mühe, diese innerhalb des Hauses zu verteilen, nicht zuletzt, weil dies aufgrund der Vielzahl der täglich eingehenden Meldungen ein Unterfangen wäre, das sowohl zeitliche als auch personelle Kapazitäten der Verlage überfordern würde. Aus diesem Grund sollte der Presseverteiler in regelmäßigen Abständen darauf überprüft werden, ob a) das avisierte Medium noch aktiv ist und b) der Redakteur nach wie vor seine Position innehat oder aber ein personeller Wechsel stattgefunden hat. Im Online-Bereich profitiert das Unternehmen, das eine Pressemitteilung veröffentlichen möchte, von der Öffentlichkeit der teilweise kostenlosen Presseportale.

Auch hier ist ein Presseverteiler unverzichtbar, um zielgerichtet Informationen zu transportieren. Allerdings kommt den Redaktionen meistens keine Bedeutung zu, da Pressemitteilungen über die Portale beziehungsweise Social Media – in manchen Fällen nach vorheriger Qualitätskontrolle – direkt veröffentlicht werden und in der Folge für jeden Interessierten zugänglich. Um die Informationen zu lesen, muss kein Medium erworben werden. Vielmehr gelangen potentielle Interssenten über in die Suchleiste eingegebene Begriffe direkt zur Pressemitteilung, wobei die Presseportale sich in ihrer Reichweite erheblich voneinander unterscheiden können. Auch im Fall von Online-PR ist es von großer Wichtigkeit, dass der Presseverteiler die Online-Dienste und -Portale enthält, die über die gewünschte Leserschaft verfügen, da nicht nur die Kunden selbst über diesen Weg erreicht werden, sondern darüber hinaus mögliche neue Pressekontakte.

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