Glaukom: Teleophthalmologische Ansätze können Ergänzung in Diagnostik und Verlaufskontrolle sein- PrNews24.com

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Es gilt mittlerweile als ein Volksleiden unter den Augenerkrankungen: Das Glaukom gehört zu den häufigsten Gründen in Deutschland, weshalb Patienten den Ophthalmologen aufsuchen.

Denn fälschlicherweise wird oftmals angenommen, dass der Grüne Star eine Alterserkrankung sei. Doch er kann prinzipiell jeden treffen und ist besonders aufgrund seiner schleichenden Verschlechterung tückisch. Betroffene merken häufig erst sehr spät, dass das Glaukom bereits Schäden angerichtet hat. Da die Wahrscheinlichkeit, am Grünen Star zu erkranken, tatsächlich mit dem Alter zunimmt, kommt der Vorsorge besonders bei Senioren eine wichtige Bedeutung zu. Angesichts auch der bei Augenärzten anstehenden Welle an Pensionierungen, gerät die Versorgung auch in diesem Bereich in der Breite in Gefahr. Deshalb unterstützt die bundesweit aktive Selbsthilfeinitiative für Glaukom und Papillenanomalien den Ansatz, Diagnostik und Verlaufskontrollen des Grünen Stars auch mithilfe von teleophthalmologischen Mitteln zu unterstützen.

Wie der Leiter des ehrenamtlichen Angebots, Dennis Riehle (Konstanz), in einer aktuellen Aussendung mitteilt, können dies jedoch nur eine Ergänzung sein: „Insbesondere ist daran zu denken, vor allem in Altersheimen entsprechend zu schulen, damit diese nach Anleitung durch einen Telemediziner beispielsweise Überprüfungen des Augeninnendrucks vor Ort vornehmen sowie mit entsprechend technologisierten und digitalisierten Geräten etwaige Aufnahmen des Augenhintergrunds und der Papille anfertigen können, damit diese dann von einem Augenarzt in der Ferne befundet und auch ausgewertet werden können. Allerdings bedarf es hierfür entsprechender Qualifikationen der Mitarbeiter und der entsprechenden Ausstattung in den Einrichtungen. Eine umfängliche physiologische Untersuchung kann dies zwar nicht ersetzen, allerdings bei Prävention und Beobachtung der Entwicklung des Glaukoms adäquat und sinnvoll ergänzen“, erklärt der 38-jährige Sozialberater vom Bodensee.

Prinzipiell ist auch anzudenken, bei einem Rückzug der Augenärzte aus der Peripherie entsprechend weitergebildete Medizinassistenten im Kommunalen Gesundheitszentren vorzuhalten, wie sich dann ebenfalls teleophthalmologischer Unterstützung bedienen und damit eine wohnortnahe Präsenz weiterhin gewährleisten: „Sicherlich muss man auch darüber nachdenken, weitere Akteure in die Versorgung von Patienten mit Grünem Star einzubinden, beispielsweise Optiker und Orthoptisten. Alles klar sein, dass im Hintergrund stets ein mit der Telemedizin vertrauter Augenarzt steht und profunde Einschätzungen auf diesem Weg abgeben kann.

Immerhin bedarf die Beurteilung des Sehnervs einer gewissen Erfahrung und gleichzeitig einer kritischen und differentialdiagnostischen Abklärung. Denn für die Behandlung sind vor allem die Art und Herkunft der Erkrankung und der möglichen Einflussfaktoren bedeutsam, die zum Glaukom führen – und die dann auch den Weg der notwendigen Therapie begründen. Denn nicht immer liegt ein zu hoher Augeninnendruck vor. Deshalb braucht es immer eine Begutachtung der möglichen Exkavation, der Nervenfaserschicht und des Austritts des Sehnerven, um letztlich zu einer eindeutigen Diagnose zu kommen, die dann die weiteren Schritte veranlasst“, so Riehle, der selbst seit 2010 im Alter von 25 Jahren seine Diagnose erhielt – und heute dankbar ist, dass er aufgrund einer familiären Disposition stets die Angebote zur Früherkennung des Grünen Stars wahrgenommen hatte. Schlussendlich ist das Glaukom ein Überbegriff für unterschiedliche Krankheiten des Sehnervens und seines langsamen Absterbens.

Unbehandelt kann er zur Erblindung führen, weshalb der regelmäßigen Vorsorge eine besonders hohe Bedeutung zukommt. Neben genetischer Veranlagung, Blutdruckschwankungen, hoher Kurz- oder Weitsichtigkeit und hormonellen Störungen spielt auch die Verfasstheit des Sehnervens eine wichtige Rolle. Denn nicht jeder kann selbst dem normalen Augeninnendruck standhalten. Auch hier ist muss das Ziel sein, selbigen weiter zu senken. Hierfür kommen neben Augentropfen auch operative oder Laser-Eingriffe infrage. Schlussendlich kann eine Überprüfung bereits im jungen Erwachsenenalter der Prävention dienen und damit frühzeitig ein Eingreifen ermöglichen. So lassen sich Gesichtsfeldeinschränkungen lange hinauszögern und auch die Sehkraft weitgehend erhalten.

Die kostenlose Beratung der Selbsthilfeinitiative ist bundesweit für jeden Ratsuchenden unter www.selbsthilfe-riehle.de erreichbar.

Pressekontakt:
Ehrenamtliches
Büro für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Dennis Riehle
Martin-Schleyer-Str. 27
78465 Konstanz Deutschland
Dennis Riehle
Tel.: 07531/955401
Mobil: 0179/7945412
E-Mail: info@presse-riehle.de
Web: www.presse-riehle.de

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