Kiellegung für den Frisia Elektro-Katamaran

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Mit dem ersten rein elektrischen deutschen Seeschiff realisiert die AG Reederei Norden-Frisia eine CO2-freie Fährverbindung nach Norderney.

BildIn Kozle, dem polnischen Standort der niederländischen DAMEN Shipyards Group,
ist nun (5. Juli 2023) die Kiellegung des ersten rein elektrischen Katamarans (E-Kat)
unter deutscher Flagge erfolgt. Der E-Kat wird ab voraussichtlich Juni 2024 von der
AG Reederei Norden-Frisia zwischen Norddeich und Norderney eingesetzt und kann
bis zu 150 Fährgäste befördern.
Wie im Schiffbau traditionell üblich, wurden bei der Kiellegung Münzen als
Glücksbringer auf die so genannte Pallung, den Träger des ersten Bauteils für den
Schiffsrumpf, gelegt. „Wir haben uns für einen polnischen Sloty, eine niederländische
Reichsmark und eine Deutsche Mark entschieden, um die erfolgreiche europäische
Kooperation in diesem Zukunftsprojekt zu symbolisieren“, sagt Carl-Ulfert Stegmann,
Vorstand der Reederei Norden-Frisia.
„Die heutige Kiellegung unseres ersten rein elektrisch angetriebenen Katamarans
zeigt, dass die Transformation in der Maritimen Wirtschaft hin zur mehr
Nachhaltigkeit begonnen hat“, betont Stephan Bekkers, Projekt Manager bei
DAMEN. Der E-Kat der AG Reederei Norden-Frisia passe damit hervorragend zum
Anspruch der Werft, Aluminiumschiffe mit einer immer effizienteren
Ressourcennutzung und Zero-Emission Marinesyteme zu entwickeln.
Der E-Kat ist Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts der AG Reederei
Norden-Frisia. „Mit dem E-Kat werden wir die Fahrzeit zwischen Norddeich und
Norderney fast halbieren und dabei keinen CO2-Ausstoß verursachen. Unser
langfristiges Ziel ist es, einen geschlossenen Kreislauf aus Stromproduktion und
Stromverbrauch zu schaffen“, sagt Reedereivorstand Carl-Ulfert Stegmann.
Maßnahmen für eine autarke Energiegewinnung befinden sich in der Umsetzung.
Erste mit Photovoltaikanlagen überdachte Parkflächen in Norddeich sind bereits
fertiggestellt. Alle weiteren Gebäude des Unternehmens werden ebenfalls auf ihre
Eignung geprüft und mit PV-Anlagen ausgestattet. Ein Projekt zur Zweitverwertung
von Altbatterien aus Elektroautos als Pufferspeicher für den Solarstrom befindet sich
in der Realisierungsphase.
Das neue Schnellschiff ist nach Vorgaben der Reederei Norden-Frisia speziell für
den Einsatz im ostfriesischen Wattenmeer konzipiert. „Aufgrund der Bauweise hat
der E-Kat einen Tiefgang von nur 1,2 Metern und kann die Insel so auch bei
niedrigen Wasserständen schnell erreichen“, sagt Kapitän Stephan Ulrichs, der
seitens der AG Reederei Norden-Frisia zusammen mit Maschinist Okko Hojer die
Bauaufsicht führt.
„Der E-Kat erzeugt während des Betriebs keine CO2-Emissionen und auch das
Laden mit unserem über Solardächer gewonnenen Strom ist CO2-neutral. Damit
setzen wir voll auf die autarke Energieerzeugung vor Ort – ein wichtiger Schritt auf
dem Weg zur nachhaltigen Schiffsflotte“, sagt Michael Garrelts, technischer Inspektor
bei der Norden-Frisia.
Die Fahrzeit mit dem E-Kat nach Norderney wird nur 30 Minuten betragen. In
Norddeich wieder angekommen, wird das Schiff in rund 28 Minuten vollgeladen und
kann anschließend seine nächste Fahrt zur Insel starten. Geplant ist, das Schiff in
der Hauptsaison einzusetzen und bis zu achtmal am Tag die Insel Norderney
anzusteuern.

DATEN & FAKTEN
Länge: 32,3 Meter
Rumpfmaterial: Aluminium
Rumpfform: Katamaran (weniger Tiefgang, minimierter
Strömungswiderstand)
Tiefgang: 1,2 Meter (ohne Trimmung bei voller Beladung)
Fahrgastzahl: 150
Fahrtzeit Norderney (11 km): 30 min.
Antrieb: 2 über Elektromotoren angetriebene Propeller (je 600 kW),
2 elektrische Bugstrahlruder (je 75 kW)
Geschwindigkeit: max. 19 kn
Zuladung: 11.250 kgKiellegung für den Frisia Elektro-Katamaran

Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

AG Reederei Norden-Frisia
Frau Anke Wolff
Mole Norddeich 1
26506 Norden
Deutschland

fon ..: 04931 987-1134
web ..: http://www.reederei-frisia.de
email : a.wolff@reederei-frisia.de

Aus dem reinen Schifffahrtsunternehmen hat sich die „Frisia“ zu einem breit aufgestellten Dienstleistungsunternehmen entwickelt. Sie ist zu einer kleinen Unternehmensgruppe bzw. zu einem kleinen Konzern gewachsen.

Insgesamt beschäftigt dieser Konzern heute insgesamt rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, etwa 180 davon entfallen auf die eigentliche AG Reederei Norden-Frisia als Kernunternehmen. Die Aufgabe der ,Frisia‘ ist nach wie vor die eines klassischen Inselversorgers: Mit zwölf Fähr-, Fahrgast und Frachtschiffen bedient sie im Schwerpunkt ab Norddeich im ganzjährigen Liniendienst die Inseln Norderney und Juist.

Pressekontakt:

AG Reederei Norden-Frisia
Frau Anke Wolff
Mole Norddeich 1
26506 Norden

fon ..: 04931 987-1134
web ..: http://www.reederei-frisia.de
email : a.wolff@reederei-frisia.de

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