»Allianz der Chancen« verzeichnet messbare Erfolge

Fraunhofer IAO stellt beim Netzwerktreffen in Berlin Beschäftigtentransfers »Von Arbeit in Arbeit« vor

Das Fraunhofer IAO ist eines von indessen 50 Mitgliedern bei der »Allianz der Chancen«, einem Zusammenschluss aus Unternehmen, die sich das Ziel gesetzt haben, die Veränderungen der Arbeitswelt aktiv mitzugestalten. Der Statusbericht beim Netzwerktreffen am 1. Dezember 2022 in Berlin war erfreulich: Seit März 2022 wurden mehr als 2000 Geflüchtete von Mitgliedsunternehmen der Initiative eingestellt und mehr als 250 Beschäftigte nahtlos in neue Arbeit überführt.

Spitzenpolitikerinnen und -politiker haben am 1. Dezember in Berlin auf dem Netzwerktreffen der Allianz der Chancen mit Unternehmensvertreterinnen und -vertretern über Lösungen für die wachsenden Herausforderungen am Arbeitsmarkt diskutiert. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sowie die Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Ricarda Lang und Omid Nouripour, sprachen vor den rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern über die Auswirkungen der zahlreichen Transformationen auf den Arbeitsmarkt. Dr. Ariane Reinhart, Vorständin für Personal und Nachhaltigkeit bei Continental und Sprecherin der Allianz der Chancen, präsentierte gemeinsam mit der Institutsleiterin des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Prof. Katharina Hölzle, eine Zwischenbilanz der Allianz der Chancen: So gelang es den Mitgliedsunternehmen der Allianz der Chancen überdurchschnittlich gut, ihre Stellen und Ausbildungsplätze zu besetzen. Auch verfügen die Unternehmen der Allianz über eine hohe Reife der strategischen Personalplanung und somit beste Voraussetzungen für einen Beschäftigtentransfer »von Arbeit in Arbeit«. Seit März dieses Jahres haben die Mitgliedsunternehmen mehr als 2 000 Geflüchtete eingestellt. Außerdem fanden mehr als 250 Beschäftigte nahtlos neue Arbeit in zukunftsträchtigen Feldern.

Fokusthemen: Zuwanderung, Ausbildung, Qualifizierung, Digitalisierung
»Wir entwickeln gemeinsam branchen- und unternehmensübergreifende Lösungen für die drängenden Themen Zuwanderung, Ausbildung, Qualifizierung und Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Beschäftigten. Und dafür bekommen wir immer mehr Unterstützung von Verbänden und der Politik, wie auch das heutige Treffen zeigt«, sagte Ariane Reinhart.

»Antworten auf die digitale, ökologische und demografische Transformation des Arbeitsmarkts und den damit verbundenen Strukturwandel finden wir nur gemeinsam. Unser Ziel ist daher, mehr Unternehmen in die von der Initiative entwickelten Maßnahmen zu integrieren. Mit dem wachsenden Interesse von Unternehmen an einer Mitgliedschaft in der Allianz steigen die Chancen, mehr Menschen von Arbeit in Arbeit zu bringen«, ergänzte Birgit Bohle, Personalvorständin und Arbeitsdirektorin der Deutschen Telekom.

Noch zu hohe Hürden bei der Arbeitsmarktintegration von Zugewanderten
»Unsere gemeinsame Anstrengung für die Zukunft von Beschäftigung in Deutschland trägt erste Früchte. Es gibt aber nach wie vor zu viele Hürden für einen schnellen Zugang von Zugewanderten zum deutschen Arbeitsmarkt, die schnell beseitigt werden müssen«, sagte Thomas Ogilvie, Konzernvorstand Personal und Arbeitsdirektor der Deutschen Post DHL Group. »Je mehr Unternehmen sich an unserer Initiative beteiligen, desto schneller werden alle Unternehmen und Zugewanderte davon profitieren.«

Bei ihrem Treffen gab die Initiative zudem einen neuen Meilenstein bei der Zahl ihrer Mitgliedsunternehmen bekannt: Mit dem jüngsten Zugang sind in der Allianz der Chancen aktuell insgesamt 50 Institutionen und Unternehmen vertreten, die mehr als 2,5 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland sowie weltweit vier Millionen Menschen beschäftigen.


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